Donnerstag, 15. Februar 2018

Wirsing-Kartoffel-Strudel

Vor dem letzten Besuch bei meinen Eltern, stellte mir meine Mama  verschiedene Gerichte aus einem vegetarischen Kochbuch zur Auswahl, aus welchen ich auswählen sollte, was wir gemeinsam kochen würden. Meine Wahl fiel sofort auf den Kartoffelstrudel. Und zwar nicht wegen den Kartoffeln oder dem Blätterteig, sondern wegen dem Wirsing in der Füllung. Ich kaufe ja sehr gerne lokales Wintergemüse, wobei Kohl in allen Variationen hierbei die Hauptrolle zu spielen scheint, nur im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten bin ich hierbei immer noch sehr offen für neue Rezepte, da mein Repertoire recht beschränkt ist. Auch was Wirsing betrifft. So kam der Strudel gerade recht.

Wir haben vom Originalrezept ausgehend ein paar Abwandlungen gemacht. Eine wichtige war, Käse hinzuzufügen. Es lag nämlich Emmertaler auf dem Küchentisch und so dachte ich, der würde zum Rezept gehören. Tat er zwar nicht, aber da wir ihn uns beide gut als Teil der Füllung vorstellen konnten, kam er mit rein. Er hat sich dort auch gut gemacht. Und sonst haben wir die Mengen auch einfach ein wenig angepasst, da es den Blätterteig nur als 450g-Variante gab. Der winterliche Gemüsestrudel hat uns so jedenfalls sehr gut geschmeckt und ich habe fest vor, Wirsing genau in der Form nochmal zu verwerten.


Kartoffel-Wirsing-Strudel

für 4-6 Peronen

450 g TK-Blätterteig
500 g mehlig kochende Kartoffeln
Salz
500 g Wirsing
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Öl
250 g Quark
3 Eier (plus 1 Ei zum Bestreichen)
150 g geriebener Emmentaler
1 TL getrockneter Majoran
1 TL gem. Kreuzkümmel
1/2 TL gem. Muskatnuss
Pfeffer

Den Blätterteig auftauen lassen. Die Kartoffeln waschen, schälen, evtl. halbieren und 20 Min. in Salzwassser gar kochen. Diese dann abgießen und mit dem Kartoffelstampfer oder einer Gabel zerdrücken. Wirsing putzen, waschen und in Streifen schneiden.

Die Zwiebeln und und Knoblauch schälen, klein würfeln und im Öl anbraten. Den Wirsing zugeben und ca. 3 Min. bei geringer Hitze dünsten.

Quark, 3 Eier, den Emmentaler und die Gewürze verquirlen, kräftig salzen und pfeffern. Die Kartoffel und den Wirsing untermengen. Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen.

Die Teigplatten auf einem bemehlten Küchentuch zu einem Rechteck zusammenfügen und ausrollen (bei mir ca. 40 x 40 cm). Die Füllung darauf verteilen, dabei einen Rand von 5 cm lassen (außer an der Seite, wo man mit dem Aufrollen beginnt). Dann mit Hilfe des Tuchs den Teig aufrollen.

Den Strudel mit der Nahtseite auf ein Blech mit Backpapier legen. Mit dem restlicen Ei gleichmäßig bestreichen. Im Ofen (Mitte) in ca. 45-60 Min. goldbraun backen.

Samstag, 3. Februar 2018

Frei nach Ottolenghi: Vietnamesische Pfannkuchen mit Gemüsefüllung


Zu Weihnachten habe ich von meinem Bruder das Buch "Genussvoll vegetarisch" von Ottolenghi geschenkt bekommen. Der Name Ottolengi sowie das besagte Kochbuch waren mir schon vorher ein Begriff und ich habe sogar bereits vor Jahren etwas daraus nachgekocht, als das Buch in der Bloggerszene heiß diskutiert wurde. Das in Ruhe Stöbern im gedruckten Kochbuch hat mir aber über die Weihnachtsfeiertage so richtig Spaß gemacht, neue Inspirationen gebracht und ich habe einige Rezepte mit Post it's versehen. Nun habe ich auch ganz motiviert ein erstes Rezept nachgekocht, nachdem ich letzte Woche den asiatischen Lebensmittelladen in der nächsten Stadt aufgesucht und Reismehl gekauft hatte. Denn ein Rezept mit Post it zum Nachmachen waren die Vietnamesischen Pfannkuchen mit Gemüsefüllung.


Das Rezept ist zum Beispiel auch hier veröffentlicht. Die Pfannkuchen mit Reismehl (und Kurkuma und Kokosmilch... man merkt die exotische Note) waren auch von der Konsistenz her super. Deswegen hatte ich im Voraus am meisten Sorge - unbegründeterweise, wie ich nun sagen kann.
Der Dipp mit Sojasauce, Chili, Ingwer, Knoblauch, Limette klingt sehr typisch asiatisch und hat sich auch bei diesem Rezept sehr gut gemacht. Rohen Knoblauch mag ich zwar, es ist aber nicht besonders gesellschaftstauglich, ihn zu essen, sodass ich diesen einfach ein paar Minuten mit dem Sesamöl zusammen angebraten habe, bevor ich alles unter den Dipp gerührt habe. Ich würde aber die doppelte Menge empfehlen.
Beim Gemüse habe ich etwas variiert. Denn der asiatische Lebensmittelladen vor Ort hatte nur wenig Gemüse da und so kam ich nun mal nicht an den Daikon (japanischer Rettich) oder die Enoki-Pilze. Typisch Ottolenghi halt. Aber man ist ja frei, etwas zu variieren. So ich etwas normalen Rettich und Champignons verwendet.



Ich finde ja, dass die bunten Farben des gefüllten Pfannkuchens, die auch auf den Bildern hervorkommen, schon das Kochen zu einem schönen Erlebnis machen. Und ein Genuss ist der Pfannkuchen auch. Er schmeckt nach einem asiatischen Gericht, und einfach sehr besonders vor allem durch den Pfannkuchenteig. Das viele Gemüse und die frischen Kräuter sagen mir ebenfalls zu. Und so aufwendig ist die Zubereitung gar nicht, da das Gemüse lediglich kleingeschnibbelt bzw. gehobelt werden muss und nur der Pfannkuchen angebraten. 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Was tun mit übrigem Raclettekäse? Mein Vorschlag: Raclette-Ofenkartoffeln mit Tomaten-Salsa

Die meisten von euch haben bestimmt über Weihnachten oder Silvester einmal Raclette gegessen? Mit meiner Familie esse ich das traditionell am heiligen Abend - nur, dass ich dieses Jahr nicht bei meiner Familie war. Und an Silvester war alles irgendwie zu stressig für solch ein Essen, welches mit Gemütlichkeit und Ruhe und Gesprächen während des Wartens auf die Pfännchen verbunden ist. Das wurde also nichts bei mir. So hatte ich gegen Ende Januar noch eine Packung Raclettekäse im Kühlschrank, welche ich im Dezember gekauft hatte. Also suchte ich nach einer anderen Verwendungsmöglichkeit.


Schnell fündig wurde ich bei den Küchengöttern mit einem toll klingenden Rezept für Raclette-Ofenkartoffeln mit Tomaten-Salsa. Es hat auch toll geschmeckt. Die Tomatensalsa habe ich mit eingelegtem Riesenkürbis gemacht anstatt mit Mixed Pickles. Und die Kartoffeln mit dem geschmolzenen Raclettekäse haben ganz schön ausgesehen und gut mit der Salsa harmoniert. Resteverwertung, die sich sehen lassen kann, würde ich sagen.

Donnerstag, 18. Januar 2018

Ein kleiner Marmor-Gugelhupf

Vor einigen Wochen stieß ich beim Einkaufen zufällig auf eine kleine Gugelhupf-Form. Ich konnte nicht an ihr vorbeigehen, ohne sie zu kaufen. Meine normale, kleine Springform mit 18 cm Durchmesser möchte ich nicht mehr missen da sich diese bereits oft als sehr praktisch erwiesen hat, wenn nur 1-2 Leute, und keine ganze Fußballmannschaft zu Kaffee und Kuchen zu Besuch kommen.

Am vergangenen Wochenende konnte ich die Form dann einweihen, da mein Onkel und meine Tante anlässlich des Geburtstages meines Onkels hier zu Gast waren - ohne dass viele andere Gäste im Haus gewesen wären. Aber ich hatte spontan Lust zu backen, und so bereitete ich spontan einen klassischen Marmorkuchen zu. Dafür habe ich einfach die Zutaten für mein normales Rezept halbiert und die Backzeit angepasst. Das hat wunderbar geklappt. Wie immer: die kleinen Kuchen sehen einfach besonders süß aus.


Marmorkuchen


für eine kleine Gugelhupf-Form mit ca. 18 cm Durchmesser

125 g Butter (plus etwas Fett für die Kuchenform)
125 g Zucker
0,5 
Pck. Vanillezucker 
2 Eier 
1 EL Rum
250 g Mehl
0,5 
Pck. Backpulver
65 ml Milch
1,5 EL Kakaopulver
30 g Schokolade
75 g Kuvertüre

Die Butter mit dem (Vanille-)zucker schaumig rühren
. Die Eier nach und nach dazugeben und kräftig rühren, am Schluss die 2 EL Rum hinzufügen. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit der Milch zum Teig geben. Eine Kuchenform einfetten, den Teig in zwei Hälften teilen und den einen Teil in die Form geben. Den Backofen vorheizen. Die Schokolade grob hacken und zusammen mit dem Kakaopulver unter die verbleibende Teighälfte mischen. Den schokoladigen Teig nun auch in die Form geben und mit einer Gabel für die Marmorierung durch den Teig fahren. Den Kuchen bei 180°C ca. 45-50 Minuten backen (am besten die Stäbchenprobe machen). Sobald der Kuchen ausgekühlt ist, aus der Form nehmen und mit der geschmolzenen Kuvertüre überziehen.

Sonntag, 14. Januar 2018

Winterfreuden: Wirsing-Pilz-Lasagne

Wirsing entwickelt sich zu meinem Lieblingswintergemüse. Ich mag diese schönen festen grünen Köpfe mit der gewellten adrigen Struktur der Blätter. Nachdem ich bei unserem Hofladen ein knackiges Prachtexemplar nach Hause gebracht habe, ist mir das schon länger wartende Rezept in meiner Warte-Klarsichthülle in den Sinn gekommen: eine Lasagne.


Das Rezept ist aus essen & trinken, aber bei den Zutaten unten bei der Zubereitung von mir abgewandelt.

Wirsing-Pilz-Lasagne

Zutaten für 4 Portionen

75 g Butter
75 g Mehl
1200 ml Milch
Salz
Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 Zwiebeln 
1 Knoblauchzehe
400 g braune Champignons
700 g Wirsing
1 EL Olivenöl
6 Stiele Thymian
200 g mittelalter Gouda
15 Lasagne-Platten

75 g Butter in einem Topf zerlassen. Mehl zugeben und unter Rühren kurz dünsten, Milch unter Rühren zugießen, aufkochen und bei milder Hitze 15 Min. kochen. Gelegentlich umrühren. Béchamelsoße mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen.

Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Pilze putzen und in Scheiben schneiden. Wirsing putzen und in 2 cm breite Streifen schneiden. 1 EL Butter und Öl in einer großen Pfanne erhitzen, Pilze darin bei starker Hitze 2 Minuten braten. Knoblauch, die Häflte der Zwiebeln und abgezupfte Thymianblättchen zugeben, bei mittlerer Hitze 3 Min. mitbraten. Mit Salz und Pfeffer gut würzen und herausnehmen.
Wieder 1 EL Butter in der Pfanne zerlassen. Den Wirsing anbraten, die restliche Zwiebeln dazugeben und bei mittlerer Hitze ca. 2 Min mitdünsten. 100 ml Wasser zugeben und 7-10 Minuten leicht bissfest garen. Wirsing kräftig salzen und pfeffern. Den Käse raspeln.

Eine Auflaufform (ca. 30 x 20 cm - meine war etwas größer, das ging auch) mit Butter einfetten. Etwas Béchamel auf dem Boden verstreichen. Dann Lasagne-Platten, Pilzmischung, Wirsing, Béchamel und Käse abwechselnd in die Form schichten. Mit Béchamel und Käse abschließen. Lasagne im heißen Ofen bei 180 Grad im unteren Ofendrittel 45-50 Min. backen (Umluft nicht empfehlenswert).