Dienstag, 22. April 2014

Typische Schweizer Produkte aus dem Supermarkt (aus Sicht einer Deutschen)

Beim Thema Backoblaten, die in deutschen Supermärkten leichter zu finden sind als in schweizerischen, ist die Idee zu diesem Artikel hier entstanden: Gourmande erwähnte, dass sie sich andersherum für nur in der Schweiz zu bekommende Lebensmittel interessieren würde:

"Ich bin ab und zu mal in Basel und wenn du tolle Tipps für nur in der Schweiz zu bekommende Lebensmittel hast, freu ich mich sehr! Ich stöbere so gern in ausländischen Supermärkten, mich interessiert das total und ich bin sicher nicht die einzige, der es so geht. :-)."

Nach knapp drei Jahren in der Schweiz schreibe ich doch gerne ein paar Zeilen zum Thema "typisch schweizerische Produkte" aus Sicht einer Deutschen. Dabei beschränke ich mich auf die im gängigen Supermarkt erhältlichen Produkte, basierend auf meinen persönlichen Erfahrungen.


Ein paar einleitende Worte: die Supermarktlandschaft wird von den zwei großen Detailhandelsunternehmen Migros und Coop beherrscht. Natürlich gibt es auch ein paar andere Player, auch Ableger der deutschen Discounterketten, auf die ich immer etwas peinlich berührt schaue - mich dann aber freue, wenn diese vergleichsweise leer sind hierzulande. Das deckt sich mit meinem Eindruck (und dem generellen Konsens), dass in der Schweiz mehr Wert auf regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel gelegt wird als z.B. in Deutschland, was sich auch in der Produktpalette von Coop und Migros widerspiegelt. Am liebsten gehe ich ja auf dem Markt einkaufen, oder auch mal in meinen Lieblings-Bioladen, aber regelmässig statte ich Coop oder Migros einen Besuch ab. Was die beiden Marken angeht, so ist das Land ja gespalten: es wird in Coop-Kinder und Migros-Kinder unterteilt, je nachdem, mit welchen Produkten man als Kind aufgewachsen ist und wo man einkauft. Als Ausländerin beziehe ich da nicht so klar Position, ich gehe in Läden von beiden Unternehmen. Generell würde ich sagen, die Migros erscheint mir noch schweizerischer als Coop (sind auch Kindheitserinnerungen im Spiel), die Auswahl an regionalem Gemüse find ich super und sie ist etwas günstiger. Aber manchmal gibt es auch Dinge/Markenprodukte, die ich nur im Coop finde und deshalb gehe ich auch dort hin.

Und nun geht's los mit den von mir ausgewählten Lebensmitteln:

Sonntag, 20. April 2014

Die volle Marzipandröhnung: Mandelhörnchen

Und es gibt schon wieder ein Backwerk mit Mandeln nach der Mallorquinischen Kuchenspezialität. Dieses Mal habe ich die restlichen Zutaten vom Plätzchenbacken vor Weihnachten aufgebracht. Bei mir weilte nämlich noch eine Ladung Marzipan, die ich für das Backen von Mandelwolken mal gekauft hatte. Beim gemeinsamen Backen wurde dann aber zugunsten der Zimtsterne anstelle der Mandelwolken votiert. Nun also Mandelhörnchen an Ostern anstatt Mandelwolken an Weihnachten ;-)


Diese habe ich bei der Glücklichmacherei gesichtet. Das Gebäck hat mich sofort an früher erinnert, an die Auslage der süssen Teilchen beim Bäcker (auch wenn ich mich nicht entsinnen mag, wie lange es her ist, seit ich solch ein Mandelhörnchen selbst gegessen habe). Fakt ist aber, dass ich sie sofort nachbacken wollte und es mit etwas Verzögerung dann auch getan habe. In dem Fall stimmt der Spruch "aufgeschoben ist nicht aufgehoben", den Nadin auf meinen Kommentar zu ihrem ursprünglichen Blogbeitrag mit den Mandelhörnchen geschrieben hat, wo ich mein Interesse am Nachbacken bereits früh bekundet habe. Zum Glück stimmt der Spruch, kann ich nur sagen - denn die Mandelhörnchen sind ein besonderer Genuss für jemanden, der Marzipan mag. Denn eigentlich bestehen sie fast ausschliesslich daraus. Neben Marzipan an sich kommen praktisch nochmal die Grundzutaten für Marzipan hinzu, also Mandeln und Zucker. Die Mandeln in gemahlener Form, als Mandelblättchen und Aroma. Und als Ergänzung werden die Hörnchen noch in ein wenig Schokolade getunkt. Zusammengefasst die volle Marzipandröhnung also. Äußerst hübsch aufbereitet. Und das hat seinen Preis, denn mit dem Teig ist nicht ganz so leicht umzugehen, da er ziemlich klebrig ist. Das gehört aber so, da man ihn anschliessend in den Mandelblättchen wälzt, und die nun mal nur am klebrigen Teig gut haften bleiben. Ist aber alles machbar. Und heraus kommt nach dem Backen ein wirklich mürbes, saftiges Gebäck. Vielen Dank für das Rezept, Nadin!

Freitag, 18. April 2014

Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto

Auch wenn das Quinoa-Jahr 2013 vorbei ist, Quinoa spielt 2014 noch eine zentrale Rolle bei meiner Ernährung und auf diesem Blog. Die Körner gibt es bei mir sehr regelmäßig als Kohlenhydrat-Beilage zu Gemüsegerichten oder einfach nur so abgekocht und etwas gewürzt zum Frühstück (insbesondere als Grundlage vor Laufwettkämpfen). Aber meine Liste der vorgemerkten Rezepten, welche im Laufe des letzten Jahres entstanden ist, arbeite ich ebenso fleissig ab. Diesmal kann ich euch wieder ein besonderes Rezept präsentieren: Einen warmen Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen und Cranberries. Dieser wird mit einem Petersilienpesto serviert, was ich eine sehr schöne Idee finde (macht sich auch optisch gut). Der Salat ist wirklich lecker, und ist auch nach meinem Empfinden mal was Anderes/Besonderes.

Das Rezept ist aus dem schönen Buch "Gemüse satt - 140 vegetarische Lieblingsgerichte" von Alice Hart. Unten findet ihr meine leicht abgewandelte Version.

Das Pesto merke ich mir für Variationsmöglichkeiten, was das Grünzeugs bzw. die Nüsse angeht.


Quinoa-Salat mit Pilzen, Haselnüssen, Cranberries und Petersilienpesto 

für 4 Portionen

für den Salat:
20 g getrocknete Pilze
300 g frische Champignons (oder andere Pilze)
30 g Butter 
1  EL Olivenöl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
175 g Quinoa
Salz
100 g getrocknete Cranberries
2 EL Zitronensaft
75 g Haselnusskerne

Die getrockneten Pilze in 450ml heissem Wasser einweichen lassen.
Die Champigons waschen, putzen und in Streifen schneiden. In einer Pfanne die Hälfte der Butter und das Öl erhitzen, dann die darin Champignons für ein paar Minuten scharf anbraten. Anschliessend die Pfanne vom Herd nehmen, die Pilze umfüllen und beiseite stellen. 
Die Zwiebel waschen, schälen und fein hacken. Den Knoblauch ebenso. Nun in der Pfanne den Rest der Butter erhitzen und zunächst die Zwiebeln darin für ein paar Minuten glasig dünsten. Dann den Knoblauch und die Quinoakörner dazugeben und alles für ein paar weitere Minuten anbraten.
Nun das Wasser der eingeweichten Pilze abgiessen und auffangen. Die Pilze hacken. Das Pilzwasser in die Quinoa-Pfanne geben und aufkochen lassen. Bei geringer Hitze das Quinoa gar kochen (ca. 15-20 Minuten). Gegen Ende die getrockneten Pilze und Cranberries hinzugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. 
 Während dessen die Haselnusskerne hacken und in einer Pfanne etwas anrösten.
Ist das Quinoa gar, die Pfanne vom Herd nehmen, alles etwas abkühlen lassen und den Zitronensaft untermengen. Den Quinoa-Salat zusammen mit Petersilienpesto und den gerösteten Haselnusskernen garniert servieren.

für das Pesto:
40 g Petersilie
60 g Haselnusskerne
75 g Gruyère (alternativ: Parmesan)
75 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Die Petersilie waschen, die groben Stiele entfernen und grob hacken. Den Käse reiben. Haselnusskerne, Petersilie und Käse mit einem Mörser/Mixer zerkleinern. Als letztes das Öl nach und nach dazugeben und alles weiter mörsern (mixen) bis zur Pestokonsistenz. Das Pesto Salz und Pfeffer abschmecken.

Dienstag, 15. April 2014

Auf's Brot oder nicht: Curry-Eier-Salat

Ich antizipiere jetzt mal, dass nach Ostern der ein oder andere hier - anders als ich - ein paar hartgekochte Eier übrig hat. Und dafür präsentiere ich eine Verwendungsmöglichkeit: einen Curry-Eier-Salat.

Ein derartiger "Salat" mit Curry und Rosinen scheint ein Klassiker zu sein und stand bei mir schon lange auf der Nachmachliste. Gibt's oft auch mit Hühnerfleisch, wie in meinem ursprünglich gemerkten Rezept. Das Fleisch ist jetzt bei mir den hartgekochten Eiern gewichen.


Das Rezept hierfür habe ich aus einem Artikel aus der Runner's World, in dem Sandwich-Ideen vorgestellt werden: Strategien für ein gesünderes Sandwich. Anstatt wie im Original einen Bagel habe ich als Grundlage für mein Sandwich ein Burger-Brötchen genommen. Und da das Rezept aus einer Läuferzeitschrift stammt, wo doch die Avocado ein Läufer-Superfood ist (im Ranking sicher unter den Top 10 dieser Kategorie), wundert es mich nicht, dass noch mit Avocadoscheiben garniert wird ;-) Und warum das alles so gesund ist, kann man auch dem obigen Linkfolgend nachlesen.

Die Kombination aus Curry und Rosinen im Salat fand ich super (süß-salzig eben). Allerdings bin ich nicht der grösste Fan von hartgekochten Eiern, deshalb fand ich den Curry-Eier-Salat als Ganzes nur mittelmässig. Der Brotbelag aus dem gleichen Artikel der Runner's World mit mit Mandelmus, Birnenscheiben und Ziegenkäse war noch viel mehr nach meinem Geschmack.

Samstag, 12. April 2014

Avocado-Schoko-Pudding mit Wow-Effekt

Nun gibt's mal wieder ein Rezept mit Experimentcharakter. Der Name Avocado-Schoko-Pudding lässt das schon erahnen. Aber spätestens als ich die Auflistung der Zutaten für den rohen, veganen Avocado-Schoko-Pudding zum ersten Mal las, dachte ich: "Da wäre ich nieee selbst darauf gekommen, die Zutaten zu mischen." Nämlich: Avocado, Kokosöl, Ahornsirup, Kakaopulver, Balsamico, Sojasauce und Salz. Aber bekanntlich finde ich das Ausprobieren solcher Kombinationen extrem spannend. In diesem Fall ist das nachmachen auch ziemlich simpel, da die Zutaten nur püriert werden müssen. Und nach der Kostprobe sag ich nur: " Ich hätte nie gedacht, dass ich davon soooo begeistert bin. Einfach nur genial lecker!"


Das Rezept habe ich auf dem Jogblog aufgegabelt. Julia hat dort auch die Videoanleitung von Laura Miller auf youtube verlinkt. Ist sympathisch und dauert nur zwei Minuten, finde ich daher sehenswert:


Kokosöl habe ich übrigens extra für die Puddingaktion gekauft (bin im Reformhaus fündig geworden). Was den Balsamico angeht, habe ich meine Feigen-Variante genommen, die durch die Süße gut gepasst hat. Durch den hohen Fettanteil ist der Pudding nicht nur schmackhaft, sondern auch ziemlich sättigend. Aber es sind gesunde Fette drin ... und das Nachmachen ist wie gesagt wirklich simpel. Also kann ich die Schlussworte von Julia's Blogbeitrag nur weitergeben: Traut euch!