Freitag, 23. November 2012

Theorie & Praxis: Klassische Lasagne

Endlich! Ich habe eine Form und ein Rezept für Lasagne und beides passt zusammen! Hat eine Weile gedauert. Lasagne hab ich zwar schon ein paar Mal in verschiedenen Ausführungen auf gut Glück selbst gemacht, war aber nie so ganz zufrieden. Entweder musste ich fast alle Lasagneblätter irgendwie kompliziert zerbrechen, sodass sie in die Form passen, oder ich hatte zu viel Inhalt für die Form, oder das Mengenverhältnis an Hackfleischsauce / Béchamelsauce / Pasta hat überhaupt nicht hingehauen .... kompliziert. Jetzt hab ich's aber!

Zunächst habe ich eine 18 x 25 cm grosse Auflaufform entdeckt und mir gedacht, dass dort doch 3 Lasagneblätter quer reinpassen können. Bevor ich die Form gekauft habe, wurden daheim die Lasagneblätter ausgemessen und die passende Größe der Form für das Unterfangen "Lasagne" in der Theorie bestätigt.

Im nächsten Schritt wurde das Rezept aus meinem Studentenkochbuch, mit dem ich generell einverstanden bin, etwas angepasst. Das will heissen, ich habe die Fleisch- und Käsemenge etwas reduziert, sodass die Lasagne etwas leichter wird (immer noch gut sättigend und würzig). Und im Gegenzug habe ich die Menge an Tomatenbasis verdoppelt (denn bisher hatte ich immer Angst, dass die Lasagne zu trocken wird und die Pasta durch den Mangel an Flüssigkeit auch nur härter anstatt weicher wird). Zudem haben die Tomaten ja kaum Kalorien, also braucht man an der Stelle auch nicht sparen.

Und am Ende der Theorieeinheit habe ich mir noch Gedanken zur richtigen Schichtung gemacht. Ist unten beim Rezept vermerkt.

Im letzten Schritt habe ich die Lasagne logischerweise gebacken. Aufgrund der vergleichsweise etwas (aber auch nicht exorbitant) längeren Zubereitungszeit habe ich gewartet, bis ich letztes Wochenende Freunde zum Essen eingeladen hatte. Und somit hat das von mir zurechtgelegte Rezept auch den Praxistest bestanden.


klassische Lasagne

für 4-6 Portionen (Form mit den Maßen 18 x 25 cm)

Pasta:
12 Standard-Lasagneblätter (ein Blatt hat bei mir 18g gewogen, also insgesamt 216 g)

Zutaten für die Hackfleisch-/Tomatensauce:
2 Zwiebeln
300 g Hackfleisch vom Rind
2-3 EL Olivenöl
2 Dosen Tomaten, stückig (800 g)
70 g Tomatenmark
etwas getrockneter Oregano
Salz
Pfeffer

Zutaten für die Béchamel-Sauce:
40 g Butter
40 g Mehl
500 ml Milch
50 g Parmesan
1 Prise Muskat
Salz
Pfeffer

Belag:
50 g Parmesan

Am besten ist es, mit der Zubereitung der Tomatensauce zu beginnen. Während diese vor sich hin köchelt, kann in Ruhe der Rest vorbereitet werden. Die Zwiebeln fein hacken. In einer Pfanne das Öl erhitzen. Dann die Zwiebeln zusammen mit dem Hackfleisch scharf darin anbraten (ca. 7-10 Minuten), bis die Zwiebeln glasig und das Fleisch nicht mehr roh ist. Die Herdtemperatur etwas herunterschalten und die Dosentomaten und das Tomatenmark hinzufügen. Alles mindestens 20 Minuten köcheln lassen, 30 Minuten sind besser. Am Schluss mit dem Oregano, Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Parmesan reiben. Für die Béchamelsauce in einem Topf die Butter zerlassen. Das Mehl hinzufügen und unter Rühren ca. 2 Minuten anrösten. Anschliessend die Milch dazugiessen. Alles unter ständigem Rühren ein Mal aufkochen lassen. Dann die Herdplatte ausschalten, die Sauce vom Herd nehmen, während die Hälfte des Parmesans (50 g) eingerührt wird. Wieder auf die ausgeschaltete Herdplatte zurückstellen, mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken und rühren, bis eine glatte Sauce entstanden ist.

Den Ofen auf 180°C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. In die Auflaufform zunächst etwas Tomatensauce, dann etwas Béchamelsauce geben. Drei Lasagneblätter darüberlegen. Diesen Vorgang 4 Mal wiederholen. Nach der vierten Schicht mit einer üppigen Schicht Béchamelsauce auf den Lasagneblättern abschliessen.

(Mein Gedankengang zur Schichtung: Das gibt also 4 Schichten Tomatensauce, 4 Schichten Lasagneblätter und 5 Schichten Béchamelsauce. Ich habe die Tomatensauce vorher in 4 Portionen geteilt, sodass die Sauce gleichmässig verteilt ist. Mit der Béchamelsauce bin ich bei den ersten vier Schichten eher sparsam umgegangen, und habe mir ca. 1/3 der gesamten Menge für die 5. und letzte Schicht aufgehoben. So haben die unteren Lasagneblätter durch die Tomatensauce genug Flüssigkeit abgekommen, und die oberen durch die Béchamelsauce). 

Die Lasagne mit dem restlichen Parmesan bestreuen und für ca. 45 Minuten im Ofen backen (falls der Käse vor dem Ende der Backzeit schon gut gefärbt ist, mit Alufolie abdecken).

Kommentare:

  1. Lasagne ist eines meiner Lieblingsessen, wann kann ich kommen?

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    1. Mit diesem Lieblingsessen bist du sicher nicht allein. Ich würd auch für dich als Gast Lasagne machen, also sag Bescheid, wenn du in der Gegend bist ;-)

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  2. "Lach" da würdemwin liebster auch so an die Herstellung gehen. Theoretisch alles ausrechnen ;-) bei mir geht es nach Gefühl und Konsitenz der Saucen.... Hübsch sieht sie aus!
    Liebs Grüessli
    Irene

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    1. Das ist das Fortgeschrittenenstadium, wenn man nach Gefühl kocht und im Zweifel weiss, was man noch hinzugeben muss, dass es die richtige Konsistenz gibt ;-)
      In dem Fall Lasagne hat mir das Rechnen vorher geholfen, aber manchmal koche ich auch gerne einfach drauf los. Allerdings ist mir das für Besuch zu riskant ...

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  3. Liebe Sarah,

    auch ich liebe Lasagne, und Deine sieht absolut verführerisch aus :-) Erst war ich etwas verwundert von der theoretischen Herangehensweise, aber wahrscheinlich ist das gar nicht schlecht, da mir meine Lasagne manchmal zu "saucig" gerät... Ich gebe bei meiner Lasagne gern noch einige Mozzarella-Würfel zwischen die einzelnen Schichten, mehr Käse ist immer gut ;-) Und wenn ich mal zu faul zum Bechamel-kochen bin, mach ich es mir etwas einfacher und verrühre einen Becher Ricotta mit Milch (bis eine Konsistenz ähnlich wie bei der Bechamel entsteht) und würze mit Salz, Pfeffer, etwas Zitronensaft und Muskat.

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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    1. Liebe Kirsten,
      das mit dem Ricotta und der Milch hört sich sehr gut an, nicht nur für eine schnelle, auch für eine leichte Variante. Kann ich mir gut in einer Lasagne mit viel Gemüse vorstellen. Merke ich mir auf jeden Fall.

      Grüsse,
      Sarah

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